Die Alte Schule

Die alte Schule, erbaut um 1820, einst 4-klassige Volksschule, ist heute Gemeindehaus und beherbergt neben dem Stadtbüro und dem Sitzungssaal einen großen Bürgersaal und Räumlichkeiten, die allen Vereinen zur Verfügung stehen.

In der napoleonischen Zeit 1794-1815 wurde das Schulwesen Staatsangelegenheit. Mit der Erteilung des Unterrichtes wurden nur noch weltliche Lehrer beauftragt. Auch die Schulverwaltung wurde dem Pfarrer genommen und in die Hände des Bürgermeisters übertragen.
Schon in der Zeit der Herrschaft der Trierer Kurfürsten gab es eine begrenzte Schulpflicht, wobei sich die Unterrichtszeit danach richtet, ob gerade viel oder wenig Arbeit auf den Feldern anstand; denn die Kinder wurden bei der Feldarbeit selbstverständlich als Helfer eingesetzt. Aus dieser Zeit dürfte die heute noch gebräuchliche Bezeichnung "Winterschule" stammen. An Schulgeld wurde für jedes Kind für den Winter 12 Albus = 11 Taler und 6 Albus gezahlt (Fenger 210.40). Am 14. Mai 1825 wurde in einer Kabinettsorder die Allgemeine Schulpflicht angeordnet und die Schule mußte auch in den Sommermonaten besucht werden.
Die Allgemeine Schulpflicht, vor allem aber die Ausdehnung des Unterrichtes auf das ganze Jahr, stieß in der Bevölkerung nicht auf ungeteilte Begeisterung, vielfach sah man nicht ein, weshalb die Kinder lesen und schreiben lernen sollten, während sie für die Feldarbeit doch dringend gebraucht wurden. Kurz, man sah die Schule als ein aufgezwungenes Übel an, das nichts einbrachte und nur Geld kostete. Wenn auch der Obrigkeitsanordnung Folge geleistet werden mußte, es dauerte doch recht lange, bevor die Ganzjahresschulpflicht auch innerlich akzeptiert wurde.
Die bisherigen Schulstuben wurden nun bald zu eng und entsprachen den neuen Anforderungen nicht mehr, so daß neue Räume geschaffen werden mußten. In einem Gutachten wurde von Bauinspektor Nebel am 12. März 1835 als Bauplatz für eine neue Schule, eine Stelle außerhalb der Ortslage von Kaisersesch vorgeschlagen. Dieser Standortvorschlag fand vielfachen Widerstand, vor allem bei den Gemeindeoberern und beim Pastor. Der als Gegengutachter beauftragte Joh. Claudius von Lassaulx, einer der fähigsten Baumeister seiner Zeit, sprach sich in einem Schreiben vom 4. November 1835 ebenfalls für den Standort außerhalb der Ortslage aus und wurde mit der Planung beauftragt. Der Kostenvoranschlag Lassaulx´s beträgt für ein massives, zweistöckiges Schulgebäude mit 2 Schulsälen in 2 Schulen für jede 100 bis 150 Kinder "ohngefähr" 4000 Reichstaler. Für die Bauausführung schlägt der Baumeister am 30. Okt. 1836 den Maurermeister Noertershäuser aus Dieblich vor. Am 9. Juli 1838 kam es zu einem Bauvertrag mit dem Maurermeister Rosenbaum aus Mayen. Die Schule wurde gebaut, obwohl der damalige Pfarrer Johann Friedrich Scherff sich noch, nachdem er "gegen meinen Willen und mit Verdruß den ersten Stein zum neuen Schulhaus, außer Kaisersesch nahe dem Kirchhof" gelegt hat.

 

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